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Presentation on the annual conference of ︎︎︎The German Society for Design Theory and Research (DGTF). 2019s edition carried the title ‘Lechts und Rinks: Design, Populism, New Right and Engagement’ and was taking on recent developments and success of the New Right that, to a large extent, is based on purposeful design achievements: On efficient communication design in social media; on the subversive aestheticization of protests; and finally, on the creative coding of entire spaces.

Together with Stefanie Wuschitz of ︎︎︎Mz*Baltazar’s Laboratory I discussed counter-strategies of queer-feminist hack collectives.

NOVEMBER 16TH 2019


Abstract

(dt)

Durch das Erstarken rechtspopulistischer Gewalten steigen Sexismus, Homophobie und Anti-Feminismus deutlich an. Anhänger rechtspopulistischer Parteien haben unter anderem jene zu ihrem Feindbild erklärt, die das Aufbrechen genormter Geschlechterrollen und das Hinterfragen einer binären Vorstellung von Gender vorantreiben. In unserer Präsentation möchten wir den Gender-Darstellungen des Rechtspopulismus die visuellen Strategien von queer-feministischen Hack-Kollektiven gegenüberstellen.

Die Labs dieser Kollektive sind Räume, in denen nicht nur mit Technologie sondern auch mit nicht-binären Rollenbildern experimentiert wird. Feministische Hackspaces setzen den gängigen Gendernormen spielerisch, ironisch und doch provokant ein neues Selbstverständnis entgegen, indem sie sich frei nach Judith Butler diverse Formen der Genderperformance aneignen. Sie de-konstruieren Gendernormen um Stereotypen entgegen zu wirken und nicht zuletzt eigene Infrastrukturen zu schützen. Denn als geeignetes Feindbild sind viele (andere) Gender-sensitive Organisationen bereits unter rechten Regierungen in Ländern wie Ungarn,

Polen oder Österreich von der Landkarte verschwunden. Die international vernetzten Grassroot-Initiativen treten mit einer dem rechtspopulistischen Frauenbild diametral entgegengesetzten visuellen Sprache auf. Während rechte Wahlkampagnen und Social Media Plattformen durch die nostalgische Darstellung patriarchaler Zuschreibungen toxische Gender Skripts verbreiten, kultivieren feministische Hackspaces die Visualisierung queerer, nonbinärer, feministischer und fluider Subjektpositionen. Die öffentliche Konfrontation dieser gegensätzlichen Narrative werden wir anhand mehrer Beispiele von aktuellem Bild- und Video-Material darstellen.